Jenke Experiment auf RTL II

Das Jenke Experiment – Magersucht

Das Jenke Experiment – Thema Magersucht

Am Montag, den 26. September kam um 21:15 Uhr auf RTL das Jenke Experiment. Wer ist dieser Jenke eigentlich?
Jenke von Wilmsdorf ist ein Journalist, dessen Heimatsender RTL ist. Früher war Jenke als eine Art Sidekick von Birgit Schrowange bei “Extra -das RTL Magazin als Reporter unterwegs, der unter dem Namen “Das Jenke Experiment” verrückte Sachen im Alltag ausprobierte und darüber berichtete. Irgendwann dachte man weiter und entwickelte eine eigenständiges RTL Format, in dem Jenke in seinen Selbstversuchen an seine körperlichen und geistigen Grenzen, und sogar darüber hinaus, geht.
Ich selbst muss zugeben, dass ich Jenke als einen unfassbar sympathischen Typen empfinde und ihn dafür wertschätze, dass er sensible Themen wie Magersucht, Alkoholmissbrauch, Behinderung und einige andere mit der Welt teilt.

Magersucht

“Das Leben besteht nur aus Essen, Kotzen, Essen, Kotzen – immer, den ganzen Tag”

Johanna sagt das über ihr Leben, wohlgemerkt hat sie mittlerweile wieder, einen wunderschönen Körper.

In der letzten Folge am Montag, ging es um das Thema “Anorexie” (Magersucht) und den damit verbundenen Problemen in der Gesellschaft. Jenke wollte nachempfinden, wie sich Magersucht anfühlt. Wie bekommt man es hin, seinen Hunger und sein Verlangen soweit zu unterdrücken, dass es keine Rolle mehr spielt und sich nach kurzer Zeit sogar wie ein Gewinn anfühlt, wenn man nichts isst?
Wie fühlen sich Menschen, die Essen als ihren Feind ansehen? Die sich selbst, durch eine verfälschte Selbstwahrnehmung, als stetig zu “dick” ansehen und immer weiter abnehmen wollen?

Sind die Menschen, die sich und ihren Körper beim Thema “Essen” nicht unter Kontrolle haben, wirklich undisziplinierte Leute die einfach nur “Selbstschuld” sind oder steckt hinter diesem Thema deutlich mehr wie eine Psychische Erkrankung?

Was kränkt, macht krank

Ganz oft, da kann ich auch aus Erfahrung sprechen, machen uns Dinge krank, die uns psychisch verletzen, auch wenn “Dicke” sich oftmals nichts anmerken lassen, was Sprüche wie “Du fettes Schwein, friss weniger” an geht. Lieber flüchtet man sich in eine Welt, die es gut mit einem meint. In eine Welt, wo man sich “willkommen und wohlfühlt”. Das ist oftmals eine Welt in der Essen zur Nebensache und zum Seelentröster wird. Fast immer spielen Dinge wie Mobbing, Missbrauch oder Gewalt eine Rolle beim Thema “Essstörung”. Jenke beleuchtet das sehr gut.

Wer die Folge nicht gesehen hat, kann gerne unten die Folge im Internet schauen oder direkt sein Fazit anschauen, welches ich zu 100% unterschreibe.

Jenke’s Folge auf TVNOW.de zum angucken -> Hier

Foto-Quelle: RTL interactive GmbH, “Das Jenke Experiment”

Mein Fazit

“Mir ist in diesem Experiment bewusst geworden, dass Essstörungen eine schwere psychische Erkrankung sind. Ob du magersüchtig bist, ob du Ess-Brech-süchtig bist, ob du zu viel isst und Esssüchtig bist. Das hat nichts mit mangelnder Disziplin oder Schwäche zu tun, dass ist für diese Menschen das einzige Machtmittel, welches sie noch haben um über ihr Traume, was sie irgendwann erlebt haben, erlebt haben.” – Jenke von Wilmsdorf

Jenke trifft meiner Meinung nach genau den Nerv, den man treffen muss. Es ist einfach so, dass sich das Schicksal von Magersucht, Bulimie oder Adipositas fast immer auf emotionale Ereignisse aus der Vergangenheit berufen. Ein zu kleines Selbstwertgefühl, passend dazu öfter mal hier und da ein Spruch, wie scheiße und hässlich man aussieht – wie wenig wert man ist.. das alles trifft dann auf nähbaren Boden und verankert sich im Kopf der Geschädigten.
“Du bist nichts wert du fettes Schwein”, “deutsche Panzer rollen wieder”,” Guck mal, der Dicke hat mehr Titten als ihr Mädels” – heute, 15 Jahre nachdem diese Beleidigungen Alltag für mich waren, kann ich mich an die Gesichter der Kinder und die Zitate super einfach erinnern.

Wir sind alle Menschen und genau darüber muss sich jeder im Klaren sein. Selbstliebe und Akzeptanz anderen Gegenüber ist ein wichtiger Baustein um glücklich zu sein.

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