Gewohnheiten ändern

Alte Gewohnheiten zu ändern kann eine lästige Angelegenheit sein. Du gibst Dir monatelang viel Mühe, investierst und arbeitest an Dir und glaubst endlich Deinen Weg gefunden zu haben. Doch auf einmal passiert etwas und Du bist komplett raus. Du findest nicht mehr zurück in die Spur und fällst zurück in alte Muster.

Woran das liegt und wie Du etwas gegen Deine alten Gewohnheiten tust, erfährst Du hier.

Früher dachte man, es dauert 21 Tage, um eine Gewohnheit zu ändern. Zahlreiche Programme (Rauchentwöhnung, Ernährung, positives Selbstbild, etc.) verwenden deswegen exakt 21 Tage, um erfolgreich zum Ziel zu kommen. Heute weiß man jedoch, dass es unter Umständen viel länger dauern kann eine Gewohnheit zu ändern.

Möchtest Du abnehmen, entscheiden zahlreiche Gewohnheiten darüber, ob Du erfolgreich bist oder nicht.

Gewohnheiten ändern – Wovon hängt es ab?

Wie lange es dauert eine Erfahrung zu ändern, hängt von vielen Faktoren ab. Im Schnitt kann man sagen, dass es zwischen 18 Tagen und 9 Monaten dauert, um alte Gewohnheiten zu ändern.

Zeit – wie alt ist Deine Gewohnheit?

Je älter Deine Gewohnheit besteht und je länger Du diese hast, desto länger dauert es auch sie zu ändern. Üblicherweise ernähren wir uns unser ganzes Leben lang eher schlecht als gesund. Die Ernährungsgewohnheiten bestehen seit frühester Kindheit und sind tief in unserem Kopf und Geist eingebrannt und lassen sich nur sehr schwer ändern.
Erschwerend kommt hinzu: Essen ist nichts, was man nur einmal pro Woche macht. Bisher hast Du mindestens drei mal täglich gegessen. Wenn nicht öfter. Durch die Wiederholung ist die Gewohnheit umso stärker in Dir verankert.

Das deutet darauf hin, dass die Gewohnheit sich so zu ernähren, wie man es bisher kennt, nicht in wenigen Tagen einfach geändert werden kann.

Komplexität – kleiner Schritt, großer Schritt?

Je einfacher die Ausführung der Gewohnheit ist, desto leichter wird es Dir fallen diese zu ändern. Je komplexer jedoch die Tätigkeit ist, desto schwieriger wird es.

Nach jedem Toilettenbesuch den Klodeckel runterzuklappen oder die leere Milch in den Mülleimer zu werfen sind einfache Tätigkeiten, die nur wenige Sekunden dauern und keine komplexen Anforderungen an Dich stellen. Einfache und kurze Tätigkeiten, die in Sekunden erledigt sind, ohne dass Du Dich groß anstrengen musst.
Eine Ernährungsumstellung hingegen muss geplant werden. Du musst einkaufen (natürlich die richtigen Lebensmittel) und Du musst diese zubereiten. Das alles ist schon deutlich komplexer.

Motivation – für wen/was tust Du es?

Die Motivation hinter dem Vorhaben eine Gewohnheit zu ändern kann sich sehr stark auf die Dauer auswirken. Mach Dir also klar, was Dein Ziel ist und wieso Du diese Gewohnheit überhaupt ändern willst. Deine Überzeugung und Dein Nutzen mit dieser Gewohnheit zu brechen, beeinflussen die Dauer und den Erfolg, um Deine Gewohnheit zu ändern enorm.
Der sogenannte Klickmoment trägt oft dazu bei, dass eine Gewohnheit sehr schnell geändert werden kann und Du schneller zum Erfolg kommst, da neue Erkenntnisse und Eindrücke mit großen Emotionen verbunden sind und sich deswegen viel schneller in Deinem Unterbewusstsein befestigen können.

Bestes Beispiel sind Herzinfarktpatienten. Die sind auf einmal vorbildliche Patienten und tun alles was der Doktor sagt. Rauchen und trinken nicht mehr, bewegen sich, ernähren sich gesund. Und wünschen sich, sie hätten das alles schon vor dem Infarkt getan.

Erfahrung / Planung

Je größer Deine Erfahrung mit dem Ändern von Gewohnheiten ist, desto leichter wird es Dir auch zukünftig fallen Gewohnheiten zu ändern. Neigst Du dazu ständig neue Sachen auszuprobieren und Dich immer und immer wieder neu zu erfinden, hast Du gute Chancen, dass eine Ernährungsumstellung kürzer als Gewohnheit abgespeichert ist. Bist aber bereits seit Jahren in Deinem Denken absolut festgefahren, werden Dir neue Gewohnheiten schwer fallen. Das ist auch ein Grund, wieso es gerade älteren Menschen oft schwer fällt etwas zu verändern. Ihre Gewohnheiten bestehen schon sehr sehr lange.

Auch die Fähigkeit zum Planen spielt eine große Rolle. So kannst Du bereits im Vorfeld etwaige Probleme erkennen, diesen ausweichen und schaffst es leichter dabei zu bleiben.

Wie Deine Fähigkeiten und Umstände Gewohnheiten zu ändern beeinflussen

Was sind Deine Stärken, Fähigkeiten und Talente? Kochst Du gerne? Probierst Du gerne neue Sachen aus? Wenn ja, wird Dir eine Ernährungsumstellung und das Abnehmen damit viel leichter fallen. Bist Du jedoch ein Kochmuffel und kannst Dich nur schlecht für frisches Kochen begeistern, wird Dir der Griff zum ungesunden Snack, der Süßigkeit oder zum Fast-Food immer leichter fallen und es wird schwieriger für Dich diese Gewohnheit zu durchbrechen.

Deine Begeisterung ist also absolut essentiell beim Ändern von Gewohnheiten. P.S. Begeisterung für etwas, kann man sich auch aneignen.

Leidensdruck

Wie hoch ist Dein Leidensdruck? Nörgelt der Freund nur ein bisschen rum, dass Du doch mal ein paar Kilo verlieren könntest? Oder spielen die Blutwerte verrückt, bist Du krank und hast auf einmal Angst, um Deine Zukunft?

Je höher der Leidensdruck, desto leichter wird es Dir fallen Deine schlechten Gewohnheiten zu ändern.

Vorbereitung / auf außerplanmäßige Ereignisse reagieren

Je besser Du planen kannst und je besser Du Dich vorbereitest, umso leichter fällt es Dir auf außerplanmäßige Ereignisse zu reagieren.

Was kannst Du tun, um Deine Gewohnheiten zu ändernGewohnheiten ändern mit Dein Abnehmplan

Um wirklich dauerhaft erfolgreich abzunehmen und langfristig Dein Gewicht zu halten, musst Du zahlreiche tief verankerte Gewohnheiten ändern. In unserem Konzept Dein Abnehmplan haben wir versucht Dir dabei so gut wie möglich zu helfen und ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem Du es schaffen kannst erfolgreich abzunehmen.

Motivation

Dazu solltest Du Dir absolut klar und deutlich machen, was eigentlich Dein Ziel ist. Sei konkret. Formuliere Deine Ziele und schreibe sie Dir in einer Liste auf. Schreibe nichts unkonkretes wie “Ich will abnehmen”.  Beispiele:

  • Ich möchte in der Öffentlichkeit essen können ohne verachtend angestarrt zu werden.
  • Ich möchte zwei Kleidergrößen kleiner tragen können.

Mach Dir bewusst, was Du durch deine Gewohnheit verlierst. Stichwort: Leidensdruck. Der Herzinfarktpatient hat es kapiert.
Doch es geht auch ohne Angst. Bist Du Mama oder Papa? Möchtest Du endlich wieder richtig mit Deinen Kindern spielen und toben können? Endlich frei bewegen und tun und lassen was Du schon immer mal wolltest? Gerade auch positive Vorhaben können Dich extrem motivieren.

Visualisiere Dein Ziel. Hänge ein altes (schlankeres) Bild von Dir an den Kühlschrank oder grabe das alte Lieblingskleid (oder Hochzeitskleid) wieder aus, um immer das Ziel vor Augen zu haben, was Du erreichen möchtest.

Wiederholungen

Unser Gehirn braucht Wiederholungen, um sich etwas einzuprägen. Du musst die neue Gewohnheit also so oft wie möglich wiederholen, damit sie sich langfristig in Deinem Kopf festsetzt. Im Abnehmplan erhältst Du zahlreiche Tipps und Tricks wie Du mit den täglichen Herausforderungen umgehst. Nach etlichen Wiederholungen und einiger Zeit wirst Du merken, dass Du auf einmal gewisse Dinge nicht mehr brauchst, Dein Körper z.B. nicht bei jedem Anflug von Stress nach Zucker schreit.

Kontinuität

Unser Körper liebt Kontinuität. Ob beim Sport oder beim Ändern von Gewohnheiten. Je länger Du etwas durchziehst, desto fester verankert es sich in Deinem Gehirn. Deshalb wurde die Dauer von 70 Tagen für Dein Abnehmplan gewählt. Die sind mindestens notwendig, um die beim Abnehmen erforderlichen Gewohnheiten zu verändern. Meist dauert es sogar noch länger, deshalb kannst Du durchaus mehrere Runden (kostenlos) im Abnehmplan absolvieren.

Vorbereiten / Planen

Die Vorbereitung beim Abnehmen ist das A und O. Je besser Dein Plan ist, desto leichter fällt es Dir ihn im (oft stressigen) Alltag durchzuziehen. Um Dich nicht mit unnötigen Aufgaben zu belasten, haben wir versucht Dir beim Abnehmplan möglichst viel Arbeit zu ersparen. Du musst weder Kalorien noch Punkte zählen. Du wählst einfach die Lebensmittel aus, die Du essen möchtest, wiegst ab und legst los. Dadurch wird der Plan möglichst einfach, aber bleibt trotzdem extrem flexibel.
Genau diese Flexibilität verlangt unser Alltag. Denn in unserem Leben läuft nicht immer alles nach Plan. Eine hohe Flexibilität und das Vorbereiten auf gewisse Ereignisse helfen Dir, Deine neue Gewohnheit beizubehalten. Denn wie bereits gesagt: wenn Du es durchziehst, wird deine Kontinuität Dich am Ende dafür belohnen. Um auf möglichst alles vorbereitet zu sein, erhältst Du im Abnehmplan zahlreiche Tipps und Tricks.

Fazit

Um eine Gewohnheit dauerhaft zu ändern, braucht es Zeit, Wiederholungen und Kontinuität. Da alle Gewohnheiten, die im Zusammenhang mit dem Thema Abnehmen stehen sehr tief verankert sind, dauert es lange und benötigt viel Disziplin, Wille, Planung und Durchhaltevermögen.
Falls Du schon lange einen Weg suchst, um Deine alten Muster endlich zu durchbrechen und langfristig erfolgreich abnehmen willst, kann ich Dir nur das Programm Dein Abnehmplan ans Herz legen. Dort wurden all diese Punkte berücksichtigt und versucht Dir das Leben so einfach wie möglich zu machen.

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