Das Warten auf den großen Moment

torstenprixundfelixklemme

Torsten Prix und Felix Klemme nach dem 3 Monatswiegen

Es war soweit, gegen späten Nachmittag hieß es dann „Feuer frei“, macht Euch bereit – das wiegen steht an. Felix und ich warteten anfangs noch geduldig, später müde und erschöpft. Immerhin waren es für uns beide was ganz neues. Die ersten Drehtage bei „Extrem schwer“.


Das Licht musste perfekt eingestellt werden, wer welche Wege geht – wo müssen wir ungefähr stehen.. all‘ diese Dinge spielten im Vorfeld eine Rolle. Wichtig war jedoch, dass wir uns nicht über das Thema selbst unterhalten, da das Gespräch sonst unauthentisch rüber gekommen wäre.
An dieser Stelle möchte ich nochmals betonen, dass es eine Dokumentation war und nahezu keinerlei Dinge jemals abgesprochen wurden! In dieser Wartezeit stand ich also mit meinem stylischen Bademantel, meinen Adiletten und meiner Boxershorts mit Felix vor dem Kellereingang der Klinik.

Durch das Warten hatten Felix und ich wenigstens ein paar Minuten, vielleicht sogar ein paar Stunden um uns ein bisschen näher kennen zu lernen. Immerhin kannte ich den Menschen nicht, ich wusste nur das er 33 Jahre alt war, Sport studiert hatte und Personal Trainer ist. Ich erfuhr das er Inhaber eines Sportunternehmens in Bonn ist. Einige Stunden später wusste ich, dass er eine bezaubernde Freundin, ein Kind & einen großen, braunen Hund – welchen ich sofort anhand eines Fotos als „Treudoof“ einstufte, hat. Bei der Sache mit Felix‘ Hund lachte und bestätigte er mich.

Es ging los – ein „Und bitte“ war von nun an für uns immer das Zeichen, dass die Kameras laufen und wir innerhalb der nächsten Sekunden loslegen könnten. Felix ging in den Raum, ich sollte warten. Kurze Stille, kurzes Gespräch und dann kam es „Torsten, und bitte!“ – mein Herz klopfte bis zum Hals, es fühlte sich an als würde meine Brust grade platzen. Eigentlich war mir gar nicht so warm, aber ich merkte wie mir der Schweiß den Körper und die Stirn hinunter lief. Der Raum war hell erleuchtet, Felix stand wie eine steinernde Figur an der Waage und schaute mich enttäuscht an.

Meine Knie zitterten. Mein Atem war ungleichmäßig. Ich war unfassbar angespannt. Ich hatte Angst vor dem was passiert und vor der Zahl die dort stehen würde. Angst Felix zu enttäuschen und Angst, dass schon wieder alles zum scheitern verurteilt war.
Was wird er wohl denken, wenn er sieht das es so unglaublich viel Gewicht ist?

 

Im nächsten Beitrag lest ihr, wie der Tag endete – was an Tag zwei in Wesseling passiert ist und wie sehr mich der Sport angefixt und zeitgleich fertig gemacht hat..

 

Was interessiert Dich zu  Thema „Behind the scenes“ und würdest Du gerne wissen? Schreib ‚ mir doch in die Kommentare!

 

Artikelreihe „Mein Leben bei Extrem schwer“

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